Künstliche Intelligenz und Klimawandel: 13 Handlungsempfehlungen, um aktuelle Herausforderungen zu meistern

Künstliche Intelligenz und Klimawandel: 13 Handlungsempfehlungen, um aktuelle Herausforderungen zu meistern

Künstliche Intelligenz (KI) kann im Kampf gegen die globale Erwärmung zu einem mächtigen Werkzeug werden. Auch die EU-Kommission sieht die Handlungsfelder Digitalisierung und Klima eng miteinander verzahnt.

Deshalb bezeichnet Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen diese strategische Verbindung auch als „Twin Transitions“, die unsere Zukunft maßgeblich beeinflussen wird. Unterstrichen wird dies nun einmal mehr durch die Bedingungen, die an den europäischen Wiederaufbaufonds im Zuge der COVID-19 Pandemie geknüpft werden. Sie fordern, dass ein Großteil der Mittel in die Zukunftsaufgaben Klima und Digitalisierung fließen müssen.

Die langfristigen Ziele sind damit klar gesetzt, doch welche Fallstricke gibt es auf dem Weg dahin, die speziell bei der Entwicklung und dem Einsatz von KI vermieden werden müssen? Das Policy Paper “The AI Gambit: Leveraging artificial intelligence to combat climate change: opportunities, challenges, and recommendations” geht diesen Fragen nach und übersetzt die gewonnenen Erkenntnisse in konkrete politische Handlungsempfehlungen.

Die Publikation ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit zwischen dem Vodafone Institut und einem wissenschaftlichen Team der Oxford University, bestehend aus Prof. Luciano Floridi, Prof. Mariarosaria Taddeo sowie Josh Cowls und Andreas Tsamados, den beiden Hauptautoren eines Research Papers, auf dem der Bericht basiert.

Zentrale Herausforderungen im Zusammenhang mit KI und Klimawandel

Neben den Chancen fokussiert sich das Papier vor allem auf zwei Herausforderungen, die sich im Kontext der Klimafrage stellen. Die eine betrifft soziale und ethische Herausforderungen von KI, wie Bias, Diskriminierung oder intransparente Entscheidungsfindungen.

Die andere ist klima-spezifischer: Wie hoch ist der Energiebedarf von KI-Entwicklungen und welchen Beitrag leisten rechen- und trainingsintensive KI-Systeme durch ihre CO2-Emmissionen zum globalen Klimawandel? Die fehlende öffentliche Datengrundlage macht es schwierig, diese messen zu können. Die Autor:innen überwinden dies, indem sie den CO2-Fußabdruck am Beispiel von KI im Forschungsumfeld berechnen und damit wichtige Erkenntnisse für die Diskussion liefern

Die Zusammenfassung des Research Papers bietet einen Überblick über die wesentlichen Forschungsergebnisse und liefert 13 Handlungsempfehlungen in Richtung Politik und Developer, wie die Chancen von KI gehoben werden können, während der Einfluss auf die Umwelt von Beginn an möglichst gering bleibt.

Hier finden Sie die Publikation zum Download.

Die komplette Forschungsarbeit findet sich hier, sie ist derzeit in der Begutachtungsphase.