inoqo: App für nachhaltigeren Konsum

inoqo: App für nachhaltigeren Konsum

„Sich um den Planeten zu sorgen, ist eine Sache. Handeln hingegen erfordert Recherche, Wissen und einen Plan. Wir helfen, indem wir wissenschaftlich fundierte Informationen und Fakten über die ökologischen und sozialen Auswirkungen von Tausenden von Produkten des täglichen Bedarfs bieten.“ – inoqo

Im Rahmen der Farm-Food-Climate-Challenge sucht ProjectTogether Lösungen für eine klimapositive Landwirtschaft und Ernährung. Einen dieser Lösungsansätze liefert das Start-Up inoqo: Ihre App gibt Nutzer:innen Informationen zu Konsumgütern und will ihnen so dabei helfen, ein nachhaltigeres Konsumverhalten zu entwickeln. Damit verfolgt das im Juli 2020 gegründete Climate Tech Start-Up die Vision, langfristig und effektiv zur Lösung der Klimakrise beizutragen.

Mehr Durchblick in der Kaufentscheidung

(Foto: inoqo)

Denn die ist nicht nur eins der drängendsten Themen unserer Zeit, sondern auch hochkomplex. Gerade in der Veränderung persönlicher Verhaltensweisen liegt viel Potential, doch dafür muss das Bewusstsein geschärft werden, welche Effekte zum Beispiel unsere Kaufentscheidungen haben. inoqo hat es sich deshalb zur Aufgabe gemacht, Nutzer:innen einen Überblick zu verschaffen, indem sie per App wissenschaftlich fundierte Informationen zu den ökologischen und sozialen Auswirkungen über die Produkte ihres täglichen Bedarfs zur Verfügung gestellt bekommen. Der Benutzer kann seine CO2-Belastung sowie andere Dimensionen, die er in seinem Profil ausgewählt hat, sehr einfach verfolgen. Die App warnt den Nutzer, wenn ein Produkt nicht mit seinen Prioritäten übereinstimmt und schlägt nachhaltigere Alternativen vor.

So will das Start-Up Menschen dabei unterstützen, die negativen Folgen ihres Konsums für Klima und die Biodiversität besser einschätzen und in der Folge verringern zu können. Um das zu ermöglichen, hat das Team einen “Impact-Estimator” entwickelt, der ihnen aufzeigt, wie nachhaltig ihr Einkaufsverhalten tatsächlich ist.

Die spezielle Technologie kann den Warenkorb der Nutzer:innen passiv und intelligent verfolgen und ihnen unmittelbares Feedback zum täglichen Einkauf schicken. Zu den Informationen, die die App liefert, gehören zum Beispiel der Carbon Footprint des Einkaufs oder eine Auflistung von ökologisch problematischen Inhaltsstoffen wie Palmöl. Alltägliche Kaufentscheidungen sollen mit inoqo so getroffen werden können, dass sie aktiv zu einem nachhaltigen Produktions-Konsum-Zyklus beitragen.

Gleichzeitig zeigt die App auf, wie Nutzer:innen den Einkauf mit ihren ökologischen Prioritäten oder sozialen Werten in Einklang bringen können. Benutzer:innen geben diese Prioritäten in ihrem Profil an, wenn sie die App zum ersten Mal öffnen. Dabei können sie beispielsweise aus den Punkten Regionalität, Saisonalität oder vegane Produkten wählen. Die App empfiehlt außerdem alternative Produkte mit geringerer Umweltbelastung und ermutigt durch personalisierte Inhalte, Gamification und Community-Herausforderungen, einen nachhaltigen Lebensstil weiter zu verfolgen.


Über die Farm-Food-Climate-Challenge

Die Farm-Food-Climate-Challenge hat im Zeichen des European Green Deals 100+ Lösungsansätze für klimapositive Landwirtschaft und Ernährung gesucht. Für die Challenge greifen das Team und die Partner:innen von ProjectTogether auf die Erfahrungen und Netzwerke aus dem erfolgreichen #WirVsVirus-Hackathon zurück. An dem weltweit größten Hackathon nahmen innerhalb von 48 Stunden rund 28.000 Personen teil und arbeiteten gemeinsam an über 1.500 Lösungen Herausforderungen unserer Zeit. Über 150 Projekte machten sich im Anschluss auf den Weg in die Umsetzung.

Ähnlich bietet auch die Farm-Food-Climate-Challenge eine Plattform für innovative Initiativen aus der Gesellschaft, die eine nachhaltige Entwicklung entlang der gesamten Wertschöpfungskette des Agrar- und Ernährungssektors schaffen wollen. Gestalter:innen der ökologisch und wirtschaftlich nachhaltigen Welt von morgen waren aufgefordert, ihre Ideen und Lösungsansätze bis Ende Juli 2020 einzureichen. Zusammen mit Fachexpert:innen und Partner:innen aus Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft wurden daraufhin neun Monate lang Ideen in der Praxis getestet und validiert. Wie auch der #WirVsVirus-Hackathon wird die Challenge vom Vodafone Institut unterstützt.