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Deutsche im EU-Vergleich bestens gewappnet

Deutsche im EU-Vergleich bestens gewappnet

Eine repräsentative Umfrage von Kantar im Auftrag des Vodafone Instituts in 13 EU-Staaten zeigt, dass sich die Deutschen für die Herausforderungen mit COVID-19 als digital gut ausgerüstet sehen.

Um die mit COVID-19 verbundenen Herausforderungen zu bestehen, sehen sich die Deutschen gut gewappnet. Sowohl was die technische Ausrüstung, politische Entscheidungen als auch Zukunftsperspektiven angeht, erreicht Deutschland im EU-Vergleich weitgehend gute bis sehr gute Werte. Dies ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage in 13 EU-Staaten von Kantar im Auftrag des Vodafone Instituts zum Start der deutschen EU-Ratspräsidentschaft.

So stimmen 86 Prozent der Deutschen eher/voll der Aussage zu, dass sie für eine Selbstisolation technisch ausreichend ausgestattet sind und über die nötige Infrastruktur verfügen. Damit gehört Deutschland im EU-Vergleich zu den Spitzenreitern. Diese und folgende Ergebnisse sind Teil des „Digitising Europe Pulse 2020: Challenges in Times of COVID-19“, Nachfolger des „Digitsing Europe Pulse: Views on the EU digital agenda„, der in den kommenden Wochen veröffentlicht wird.

Inger Paus, Geschäftsführerin des Vodafone Instituts, erklärt: „Die COVID-19-Pandemie stellt die Menschen vor gewaltige Herausforderungen. Uns ist es wichtig, zu verstehen, wie sie die teilweise sehr einschneidenden Maßnahmen der Regierungen wahrgenommen und bewältigt haben. Offensichtlich sieht eine Mehrheit auf nationaler Ebene diese als notwendig und effektiv an. Erfreulich ist zudem, dass offenbar den meisten Deutschen eine digitale Infrastruktur zur Verfügung steht, die ihnen hilft, den Alltag auch in Zeiten der Isolation erfolgreich zu bestreiten.“

Geringster Zuspruch für Corona-App in Deutschland

Vor allem Video-Konferenzen und digitale Kooperationsanwendungen werden von den Europäern während der COVID-19-Krise genutzt. Bei der Akzeptanz von Corona-Apps mit Warnhinweisen für Kontakt mit Infizierten gibt es große Unterschiede.

(Foto: Rodion Kutsaev von Unsplash)

Während je 78 % der Menschen in Portugal, Spanien und Irland diese Apps prinzipiell nutzen würden, stehen in Deutschland nur 53% dieser Option offen gegenüber. Im EU-Vergleich ist dies der geringste Zuspruch.

Deutliche Unterschiede bei Bewertung des nationalen Krisenmanagements

Ein klare Mehrheit der Deutschen hält das Krisenmanagement der Bundesregierung im Zusammenhang mit COVID-19 für effektiv. Auf einer Skala von 1 („völlig ineffektiv“) bis 10 („sehr effektiv“) erhielt die deutsche Regierung einen Wert von 6,7. Damit liegt Deutschland leicht über dem Schnitt (6,4) der befragten Europäer. Die besten Zeugnisse bekommen die Regierungen in Irland und Griechenland (je 7,4).

Eher weniger gut werden die Anstrengungen in Frankreich (5) und Spanien (5) bewertet. Die bisherigen Maßnahmen auf EU-Level werden als weniger effektiv wahrgenommen. Diese erreichen in Deutschland nur eine 5,3 (Schnitt: 5,2).

Dass die intereuropäischen Kooperationen während COVID-19 den Zusammenhalt unter den Europäern gestärkt haben, bejaht rund die Hälfte der Befragten. Besonders zuversichtlich sehen dies die Menschen in Portugal (69% Zustimmung zu dieser Aussage), Skepsis herrscht diesbezüglich vor allem in Estland (28%).

Deutsche relativ optimistisch

Die langfristigen Auswirkungen der COVID-19-Krise sehen die Deutschen vergleichsweise optimistisch. „Nur“ 50% gaben an, negative Folgen zu sehen. Anders sieht es vor allem in den südlichen EU-Staaten wie Griechenland und Italien aus: Hier stimmen 85 bzw. 83 Prozent der Befragten mehr oder weniger mit der Aussage überein, dass sich die Pandemie langfristig negativ auf ihre persönliche Situation auswirken wird.

(Foto: bongkarn thanyakij von Pexels)

Befragt nach ihrer aktuellen beruflichen Situation gaben 18 Prozent an, dass sie sich aktuell in Kurzarbeit befinden. Den höchsten Anteil hat Portugal (30 Prozent), den geringsten Estland (7 Prozent). Deutschland befindet sich mit 14 Prozent im Mittelfeld.

Über das Vodafone Institut für Gesellschaft und Kommunikation

Das Institut ist Vodafones europäischer Think-Tank. Wir analysieren die Potentiale digitaler Technologien und deren verantwortungsvolle Nutzung für Innovation, Wachstum und nachhaltige gesellschaftliche Wirkung. Mit Hilfe von Studien und Veranstaltungen bieten wir eine Plattform für den Dialog von Vordenkern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik.

Es ist unser Anliegen, einen besseren Zugang zu Technologie für alle Teile der Gesellschaft zu ermöglichen. Deshalb entwickeln und unterstützen wir Projekte zur Stärkung von Frauen im Bereich Digitalwirtschaft. Das Vodafone Institut versteht sich als interdisziplinäre Plattform und profitiert dabei von der Expertise seines internationalen Beirats.