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KI und Anthropologie: Wie Technologie und Mensch sich formen

KI und Anthropologie: Wie Technologie und Mensch sich formen

27. September 2018: In der zweiten Veranstaltung der Dialogreihe sprechen Sir Nigel Shadbolt und Alexander Görlach über das Zusammenspiel von Mensch und Technik.

Wir leben in Zeiten komplizierter Systeme, störender Entwicklungen und eines außergewöhnlichen Wachstums intelligenter Maschinen. Viele Menschen haben Angst davor: Werden wir bald von der künstlichen Intelligenz überrannt werden? Werden wir Menschen bald veraltet sein? Was ist KI und Anthropologie?

Professor Sir Nigel Shadbolt, Direktor des Jesus College, Oxford; wissenschaftlicher Mitarbeiter am Department of Computer Science der Universität Oxford und Vorsitzender und Mitbegründer des Open Data Institute (Foto: Nigel Shadbolt).

 

Professor Alexander Görlach, Senior Fellow des Carnegie Council of Ethics and International Affairs (Foto: Philip Külker/ Vodafone Institut)

Der Informatiker Sir Nigel Shadbolt, Autor von „The Digital Ape“ und einer der Meister seines Fachs, dämmt diese Panik ein: Wir benutzten bereits Technologie, bevor wir zum Homo Sapiens wurden – die Frage ist, wie wir die Werkzeuge nutzen und kontrollieren, die wir erschaffen.

Wie wir diese Kontrolle zu unserem Vorteil ausüben, ist Teil der Diskussion zwischen Sir Nigel Shadbolt und Professor Alexander Görlach im zweiten Teil unserer Dialogserie „AI&I“. Bereits die erste Veranstaltung beleuchtete das Zusammenspiel von Technik und Mensch und lieferte eine Diskussion über die Auswirkungen der künstlichen Intelligenz auf Gesellschaft, Wirtschaft, Wissenschaft und Politik.

Die Veranstaltung hält außerdem spannende Showcases parat. Einer davon wird der adaptive Musikgenerator von melodrive sein, welches „das erste KI-Musiksystem ist, das einen unendlichen Strom origineller, emotional variabler Musik in Echtzeit komponiert“.

 

Kurzbiographie Professor Alexander Görlach:

Alexander Görlach ist Sprachwissenschaftler und Theologe und arbeitet an Narrativen von Identität, Politik und Religion, liberaler Demokratie sowie Säkularismus, Pluralismus und Kosmopolitismus. Er war in verschiedenen Positionen an der Harvard University tätig, unter anderem als Gastwissenschaftler an der Harvard Divinity School und dem Harvard Center for European Studies.

Er ist Senior Fellow am Carnegie Council for Ethics in International Affairs, Fellow am Center for the Governance of Change an der IE University in Madrid, Senior Research Associate am Institute on Religion and International Studies der Cambridge University und Honorarprofessor für Ethik und Theologie an der Leuphana University of Lüneburg in Deutschland.

Ein Identitätsnarrativ, auf das er sich besonders fokussiert, ist das Narrativ der Arbeit. Angesichts des Aufstiegs von KI, Algorithmen und einer zunehmenden Automatisierung, ist es für ihn von entscheidender Bedeutung, neu zu bewerten, wie Individuen und Gesellschaften Arbeit und deren Auswirkungen auf Selbstwertgefühl und Identität wahrnehmen. Görlach hat zu diesem Thema ein Paper mit dem Vodafone Institute veröffentlicht und veranstaltet die Veranstaltungsreihe AI&I mit, in der er diese Entwicklung mit namhaften Persönlichkeiten diskutiert.

Alexander Görlach schreibt unter anderem für die New York Times und die Neue Zürcher Zeitung. Er ist bekannt als Gründer des Debattierzeitschrift The European und war von 2009 bis 2015 Chefredakteur. Heute veröffentlicht er die Initiative www.saveliberaldemocracy.com.