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Genug Arbeitsplätze durch KI, aber nicht die benötigten Fähigkeiten?

Genug Arbeitsplätze durch KI, aber nicht die benötigten Fähigkeiten?

In der fünften „AI&I“-Ausgabe spricht Vinton G. Cerf mit Professor Alexander Görlach über die Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz auf den Arbeitsmarkt und über seine Visionen des Internets der Zukunft.

Vor dreißig Jahren legte Vinton G. Cerf mit dem TCP/IP Protokoll die Grundlage für das „World Wide Web“. Heute ist er bekannt als einer der „Väter des Internets“ und Googles Vice President und Chief Evangelist. Zur fünften Ausgabe der „AI&I“-Eventreihe in Berlin teilte Cerf seine Visionen über die Zukunft des Internets und neuen KI-Technologien mit dem interessierten Publikum.

Inger Paus, Vinton G. Cerf und Prof. Alexander Görlach (l. n. r.) (Foto: Philip Külker/Vodafone Institut)

Die Eventreihe „AI&I“ wurde 2018 vom Vodafone Institut ins Leben gerufen, um eine Plattform für konstruktiven und interdisziplinären Austausch über die Folgen von KI auf unsere Gesellschaft und Wirtschaft anzubieten. In der fünften Ausgabe erzählte Cerf von seinen eigenen Erfahrungen bei der Umsetzung des TCP/IP Protokolls hin zum Verkauf des ersten Smartphones bis zu den neusten Entwicklungen in der KI-Technologie.

Vinton G. Cerf diskutiert mit Professor Görlach (Foto: Philip Külker/Vodafone Institut)

In der Diskussionsrunde mit Professor Alexander Görlach, spricht Cerf auch Europas technologische Zurückhaltung an: „Historisch gesehen ist Europa schon immer sehr zögerlich gewesen Risiken einzugehen.“ Sein Rat ist es daher, Kinder schon früh zu ermutigen neue Technologien auszuprobieren, ohne die Angst bestraft zu werden, falls etwas schiefgeht. Da wir immer älter werden und neue technologische Erfindungen immer schneller entwickelt werden, kann man laut Cerf davon ausgehen, dass die Kinder von heute in Zukunft jedes Jahrzehnt eine neue technologische Revolution miterleben werden. Zukünftige Gesellschaften werden von dem Bedürfnis angetrieben sein, ständig Neues auszuprobieren und zu lernen.

In Bezug auf die Veränderung des Arbeitsmarktes durch KI-Technologien ist für Cerf eins Gewiss: „Uns werden nicht die Arbeitsplätze ausgehen, aber es wird wahrscheinlich an den hierfür benötigten Fähigkeiten mangeln.“ In der Diskussion mit Expertinnen und Experten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft bekräftigt der Internet Pioneer, dass Künstliche Intelligenz Menschen ermächtigen und ihr Leben einfacher machen soll. Deshalb sei es wichtig, dass Technologinnen und Technologen bedacht an die technologische Infrastruktur herangehen, die sie Menschen anbieten. „Sie muss sicher, widerstandsfähig und die Privatsphäre schützen“, schlussfolgert Cerf.

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