Die drei großen Big-Data-Probleme – und ihre Lösung

Die "Digitising Europe Initiative" bietet Experten aus Forschung, Politik und Wirtschaft ein Forum für die Auseinandersetzung mit Big Data. Ein Policy Paper fasst jetzt die wichtigsten Erkenntnisse zusammen.

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Emmanuel Letouzé (Foto: Data-Pop Alliance)

David Sangokoya Data-Pop Alliance

David Sangokoya (Foto: Data-Pop Alliance)

Die digitale Revolution wird immer mehr zu einer Datenrevolution. Big Data ist eines der Schlagworte der Stunde. Längst steht nicht mehr nur der wirtschaftliche Wert von Datenauswertung im Vordergrund. Daten bestimmen den Kommunikations- und Arbeitsalltag und damit Bereiche, die weit in die Gesellschaft und die Privatssphäre jedes Einzelnen reichen.

Seit 2014 nimmt sich das Vodafone Institut in Kooperation mit der Data-Pop Alliance unter der Eventreihe „Digitising Europe Initiative“ der Zukunft des datenbestimmten Lebens an. Auf Veranstaltungen in Berlin und Brüssel kamen seitdem Experten, Stakeholder und Interessierte zu Wort.

Das Policy Paper “Big Data and Privacy” stellt nun eine erste wissenschaftliche Zusammenfassung der in Diskussionsrunden, Workshops und Expertengesprächen gewonnenen Erfahrungen dar, um den aktuellen europäischen Diskurs zur Datenrevolution abzubilden.

Die Autoren Emmanuel Letouzé und David Sangokoya von der Data-Pop Alliance entwickeln darin drei zentrale Thesen, die einen politisch umsetzbaren, wirtschaftlich lohnenswerten und nicht zuletzt sozial verträglichen Weg in die Datenrevolution weisen sollen:

  • Die Rolle der Verbraucher neu bestimmen – denn sie sind es, deren Daten gesammelt, ausgewertet und genutzt werden
  • Den Datengebrauch optimieren – denn nicht nur wirtschaftliche Effizienz, auch gesellschaftliche Akzeptanz und politische Regulierung sind wesentliche Bestandteile des Prozesses
  • Die öffentliche Debatte objektivieren – Vor- und Nachteile von Big Data sind kontinuierlich zu überdenken und mit gesamtgesellschaftlichen Debatten und Fragen zu verknüpfen

Die Akzentuierung des Big Data-Diskurses verschiebt sich unweigerlich: weg von der technischen Dimension des Datensammelns und Auswertens, hin zu einer nachhaltigen, transparenten und verantwortungsbewussten Nutzung von Daten.

Lesen Sie hier das gesamte Policy Paper:

Über Data-Pop Alliance

Die Data-Pop Alliance ist ein globaler Think Tank zu den Themen Big Data und gesellschaftliche Entwicklung. Gründungspartner sind die Harvard Humanitarian Initiative (HHI), das MIT Media Lab und das Overseas Development Institute (ODI). Die Data-Pop Alliance verbindet Wissenschaftler, Experten, Praktiker und Aktivisten mit dem Ziel, eine gemeinwohlorientierte Big Data Revolution zu ermöglichen – durch kollaborative Forschung, Capacity Building und gemeinnütziges Engagement.