Am runden Tisch

Brigitte Zypries, Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, hat sich auf Einladung des Vodafone Instituts im Impact Hub Berlin mit Gründerinnen und F-Lane-Teilnehmerinnen der ersten Runde zum Thema „Frauen in der digitalen Welt“ ausgetauscht.

Der Impact Hub Berlin ist kreativer Coworking Space, modernes Innovationslabor und inspirierender Treiber für nachhaltige Projekte, die die Welt verändern. Im Herzen von Berlin, genau dort, wo sich im Frühjahr die ersten Teilnehmerinnen von F-Lane vernetzt haben, fand am 18. Mai ein Austausch am runden Tisch zum Thema „Frauen in der digitalen Welt: Chancen, Herausforderung Perspektiven“ statt. Zur Diskussionsrunde hatte das Vodafone Institut Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries eingeladen.

Der Impact des Hubs
Drei der F-Lane Teilnehmerinnen, die nicht nur Unternehmen gegründet haben, sondern auch Technologie nutzen, um Frauen weltweit zu stärken, haben im Rahmen von F-Lane im Impact Hub Berlin eine Kombination aus Mikro-Finanzierung, Mentoring, Coaching und Zugang zu relevanten Netzwerken erhalten. Jetzt waren sie wieder in den Impact Hub gekommen, um Brigitte Zypries davon zu berichten. Begleitet wurde die Runde von der Moderatorin Alice Steinbrück, die der Ministerin das F-Lane Programm, den europaweit ersten Accelerator für Social Tech-Startups von oder für Frauen, vorstellte.

Runde mit Brigitte Zypries (Foto: Steffen Kramer, Vodafone Institute)

Empowerment für Chancen-Wahrnehmerinnen
Laut dem aktuellen Startup-Monitor liegt der Frauenanteil in Gründerteams in Deutschland bei lediglich 13,9 Prozent. Die Ursachen dafür liegen nach Meinung der F-Lane Teilnehmerinnen insbesondere in der mangelnden Vernetzung untereinander sowie an fehlenden Mentorinnen. „Wir brauchen mehr Empowerment, Frauen wollen nicht als Opfer gesehen werden, sondern als Chancen-Wahrnehmerinnen“, heißt es in der Gesprächsrunde.

 

Unterstützung von ganz oben
Dass das gängige Klischee von Frauen ohne Tech-Kompetenzen schon lange veraltet ist, ist natürlich auch in der Politik schon angekommen: Die Ministerin sprach sich für eine stärkere Unterstützung von Unternehmensgründerinnen im Technologiebereich aus, um den Frauen Gestaltungsmacht in der digitalen Arbeitswelt zu verleihen. „Um das vorhandene Potenzial zu wecken, muss sich auch die Herangehensweise von Kapitalgebern bei der Finanzierung von Unternehmensgründungen von Frauen ändern“, sagte Zypries. Wie begeistert sie vom Programm des Vodafone Instituts tatsächlich war, zeigte sich im direkten Anschluss an die Gesprächsrunde: Ihren zuständigen Mitarbeiter bat die Bundeswirtschaftsministerin, einen Vorschlag zur besseren Förderung von Gründerinnen in den Programmen des Ministeriums zu machen.