Pentland und Keen debattieren über Big Data

Die Hauptakteure für "digitising europe 2015" in Berlin stehen fest: MIT-Legende Alex "Sandy" Pentland trifft auf einen der schärfsten Kritiker der digitalen Revolution: Autor Andrew Keen.

Die massenhafte Sammlung und Analyse von Daten wird grundlegend verändern, wie wir im digitalen Raum interagieren, lernen, arbeiten und Probleme lösen – sei es in der Stadtplanung oder in der Medizin. Zugleich eröffnen sich durch Datenanalyse neue Märkte und Wachstumschancen.

Wie können wir das Potential der Datenrevolution für den europäischen Wirtschaftsraum zur Entfaltung bringen? Und wie stellen wir sicher, dass zugleich die langfristigen Interessen der Nutzer respektiert und Persönlichkeitsrechte gewahrt werden?

Diese und verwandte Fragen stehen im Zentrum von „digitising europe 2015“. Im Rahmen der europaweiten Reihe schaffen wir ein hochrangig besetztes Forum für den sektorübergreifenden Dialog zu den Rahmenbedingungen der digitalen Wende in Europa. Es debattieren: Alex „Sandy“ Pentland und Andrew Keen – zwei herausragende Persönlichkeiten und international führende Digitalisierungsexperten.

Wird die Datenrevolution unser Leben verbessern?

12. November 2015 | 19:00 Uhr
Einlass ab 18:30 Uhr
F.A.Z. Atrium Berlin | Mittelstraße 2-4, 10117 Berlin

Nur auf persönliche Einladung. Interessenten wenden sich bitte an digitising.europe@triad.de. Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt.

sp1009290Professor Alex „Sandy“ Pentland lehrt als Toshiba Professor für “Media Arts and Sciences” am Massachusetts Institute of Technology (MIT). Er ist Mitgründer des MIT Media Lab und akademischer Direktor der Data-Pop Alliance, einem Big-Data-Think Tank mit Sitz in New York. Pentland ist einer der weltweit meistzitierten Computerwissenschaftler. Schwerpunkte seiner Arbeit sind unter anderem Big Data und Privatheit. Das Forbes Magazine nennt ihn als einen der einflussreichsten Wissenschaftler im Bereich Datenanalyse. Pentland ist ein international hoch geachteter Pionier in den Bereichen Organisationstechnik, mobile Informationssysteme und „computational social science“. Darüber hinaus ist er einer der Leiter der Big Data-Initiativen des Weltwirtschaftsforum, leitet das MIT Human Dynamics Laboratory und das MIT Media Lab Entrepreneurship Programm. Zudem ist er Mitglied der Advisory Boards zahlreicher Startups und großer Unternehmen, darunter Nissan und Motorola Mobility.

20018Andrew Keen ist Autor und Unternehmer und zählt weltweit zu den einflussreichsten Kritikern der Digitalisierung. Er ist Autor der Bücher „Die Stunde der Stümper: Wie wir im Internet unsere Kultur zerstören” und „Digital Vertigo“. Zuletzt erschien sein viel beachtetes Buch „Das digitale Debakel: Warum das Internet gescheitert ist – und wie wir es retten können“. Andrew Keen ist Geschäftsführer des Innovationssalons FutureCast im Silikon Valley, Gastgeber der Internet-Show „Keen on“, Senior Fellow bei CALinnovates und Kolumnist für CNN.

Fotos: F.A.Z. Atrium (oben), Alex „Sandy“ Pentland (l.) und Andrew Keen (r.)
(Credit: F.A.Z. Atrium, Promo, @ Michael Amsler Photography)

Über digitising europe

digitising europe ist eine Initiative des Vodafone Instituts für Gesellschaft und Kommunikation zur  Förderung des länder- und sektorübergreifenden Dialogs über die europäische Digitalökonomie. Die Initiative wurde im Jahr 2014 ins Leben gerufen und auf dem digisiting europe summit im Dezember 2014 mit einer Grundsatzrede der Bundeskanzlerin Angela Merkel eröffnet. Entscheidungsträger aus Politik und Wirtschaft, Startup-Gründer und Wissenschaftler diskutierten auf dem Summit über die notwendigen Weichenstellungen angesichts der Digitalisierung der Bildung und Arbeitswelt. In diesem Jahr konzentriert sich digitising europe auf die rechtlichen und ethischen Rahmenbedingungen der globalen Datenrevolution. Mit Workshops und Konferenzen in europäischen Metropolen unterstützt die Initiative den Dialog unter Experten und Meinungsführern.

Über Data-Pop Alliance

Data-Pop Alliance ist ein globaler Think Tank zu den Themen Big Data und gesellschaftliche Entwicklung. Gründungspartner sind die Harvard Humanitarian Initiative (HHI), das MIT Media Lab und das Overseas Development Institute (ODI). Die Data-Pop Alliance verbindet Wissenschaftler, Experten, Praktiker und Aktivisten mit dem Ziel, eine gemeinwohlorientierte Big Data Revolution zu ermöglichen – durch kollaborative Forschung, Capacity Building und gemeinnütziges Engagement.