Big Data und Privatheit: Regeln für das Teilen von Daten

Die "Digitising Europe Initiative" macht erneut in einer europäischen Hauptstadt Station. In Spaniens Metropole Madrid steht der privat-öffentliche Umgang mit Big Data im Fokus.

Digitising Europe Madrid Save the Date

Wenn es nach Kritikern geht, wird Datenkompetenz bald nicht mehr auf spezielle Unternehmens- und Wissenschaftskreise beschränkt bleiben. Wer persönliche Daten zur Verfügung stellt, hat nicht nur ein Recht darauf zu erfahren, was damit passiert.

Auch Privatpersonen wollen darüber mitentscheiden, wie und wofür ihre Daten genutzt werden. Computer- und EDV-Kenntnisse waren gestern – die Zivilgesellschaft der Zukunft muss lernen mit Daten umzugehen.

Mit der evolutionären Wirkung von Big Data in nahezu sämtlichen gesellschaftlichen Bereichen werden auch deswegen Fragen nach einem möglichst einheitlichen gesetzlichen Rahmenwerk dringlicher.

Wie könnten politisch-regulative Elemente aussehen, um die neue Macht von Daten mit einer ethischen Dimension zu verbinden – ohne die technischen Möglichkeiten zu sehr zu beschneiden? Gibt es Wege, die zu einer produktiven gleichsam sozial verträglichen Zusammenarbeit von Unternehmen, zivilgesellschaftlichen Stakeholdern und einzelner Privatperson führen?

Zum zweiten Mal im Jahr 2016 (und insgesamt vierten Mal nach ihrem Start 2014) bietet die „Digitising Europe Initiative“ eine große Diskussionsplattform zum Thema Digitalisierung. Austragungsort ist dieses mal Spaniens Hauptstadt Madrid. Unter dem Motto „Big Data und Privatheit – Regeln für das privat-öffentliche Teilen von Daten“ sollen am 2. Juni 2016 legale Möglichkeiten und Grenzen des angebrochenen Big Data-Zeitalters ausgelotet werden.

Zusammen mit Spaniens größter Zeitung „El País“ begrüßt das Vodafone Institut eine Vielzahl von Experten in mehreren Panels. Dabei sein werden u.a.:

  • Francisco Román, Chef Vodafone Spanien,
  • David Alandete, Stellvertretender Chefredakteur El País,
  • José Luis Melero, Leiter Kundenbetreuung TNS
  • José Luis Zimmermann, Geschäftsführer der Asociación Española de economía digital,
  • Pedro Peña, Leiter für Gesetzliches und Regulierung bei Vodafone Spanien,
  • Marco Bressan, leitender Datenwissenschaftler bei BBVA.

Sie möchten vor Ort dabei sein?

Hier geht es zur Anmeldung

Diese Veranstaltung der Reihe „Digitising Europe Initiative“ findet am 2. Juni 2016 von 9:30-13:30 Uhr im Casa del Lector (Matadero, Paseo de la Chopera 14) statt. Hinweis: Die Madrider Veranstaltung wird komplett auf Spanisch sein. Auf Twitter ist die Diskussion unter den Hashtags #DigitisingEU und #FuturoBigData live mitzuverfolgen.

Über digitising europe

digitising europe ist eine Initiative des Vodafone Instituts für Gesellschaft und Kommunikation zur  Förderung des länder- und sektorübergreifenden Dialogs über die europäische Digitalökonomie. Die Initiative wurde im Jahr 2014 ins Leben gerufen und auf dem digisiting europe summit im Dezember 2014 mit einer Grundsatzrede der Bundeskanzlerin Angela Merkel eröffnet. Entscheidungsträger aus Politik und Wirtschaft, Startup-Gründer und Wissenschaftler diskutierten auf dem Summit über die notwendigen Weichenstellungen angesichts der Digitalisierung der Bildung und Arbeitswelt. In diesem Jahr konzentriert sich digitising europe auf die rechtlichen und ethischen Rahmenbedingungen der globalen Datenrevolution. Mit Workshops und Konferenzen in europäischen Metropolen unterstützt die Initiative den Dialog unter Experten und Meinungsführern.

Über Data-Pop Alliance

Data-Pop Alliance ist ein globaler Think Tank zu den Themen Big Data und gesellschaftliche Entwicklung. Gründungspartner sind die Harvard Humanitarian Initiative (HHI), das MIT Media Lab und das Overseas Development Institute (ODI). Die Data-Pop Alliance verbindet Wissenschaftler, Experten, Praktiker und Aktivisten mit dem Ziel, eine gemeinwohlorientierte Big Data Revolution zu ermöglichen – durch kollaborative Forschung, Capacity Building und gemeinnütziges Engagement.